„Voll der Osten“ – Ausstellungseröffnung mit Andreas Otto, MdA

30 Jahre friedliche Revolution – aber wie war das eigentlich damals in der DDR? Die Ausstellung „Voll der Osten“ von Harald Hauswald mit Texten von Stefan Wolle gibt vielfältige und ungewöhnliche Einblicke in das „Leben in der DDR“.

Zur Eröffnung der Ausstellung in unserem Lesesaal berichtete Andreas Otto, seit 2006 für Bündnis 90/ Die Grünen im Abgeordnetenhaus, über seine Erfahrungen in der DDR. Für manche der Schülerinnen, Schüler und Studierenden aus allen Schulzweigen war es sicherlich eine Reise in eine nur wenig bekannte Zeit, die für viele Menschen damals von staatlicher Bevormundung, Unfreiheit und Mangelwirtschaft verbunden war.

Auch Andreas Otto geriet schnell aufgrund seiner aktiven Zugehörigkeit zur evangelischen Kirche in Opposition zum herrschenden Regime und war deshalb weder Pionier noch Mitglied der FDJ. 1987 war er bei den Protesten gegen den Überfall auf die Umweltbibliothek dabei und 1989 bei den großen friedlichen Demonstrationen, die schließlich zum Ende der DDR führten.

Ein Schwerpunkt seiner heutigen politischen Arbeit ist neben Stadtentwicklung und Wohnen die Aufarbeitung der SED-Diktatur. Dem mehrfach direkt ins Abgeordnetenhaus gewählten Politiker gelang es, seine Zuhörer neugierig machen, Fragen zu stellen und die Fotoausstellung mit einem geschärften Blick zu sehen.