Politisches Forum: Wie steht es um die Demokratie in Europa?

Es war keine leichte Kost, die den Schüler*innen und Studierenden da zugemutet wurde. Schließlich ging es in dem Politischen Forum am 23.05.19 einerseits um einen historischen Rückblick – 30 Jahre nach dem Zusammenbruch der sozialistischen Staaten – und um einen Blick auf die Entwicklung der Demokratie in Europa.

Der Schwerpunkt lag auf der damaligen Tschechoslowakei und dem heutigen Tschechien. Als Referenten der von der Bundeszentrale für Politische Bildung geförderten Veranstaltung sprachen und diskutierten Blanka Mouralova (Politologin, Mitarbeiterin am Prager Institut für Totalitarismusforschung, Prag) und Wolfram Tschiche (ehem. Bürgerrechtler in der DDR) mit ca. 70 Schüler*innen und Studierenden.

Der Rückzug in Private, der Verzicht auf eine aktive Mitgestaltung der politischen Verhältnisse begünstige autoritäre Regierungen, die nach und nach demokratische Rechte abschafften, so Blanka Mouralova. Eine Entwicklung, die vor allem in osteuropäischen Staaten zu beobachten sei. Das forderte zu einer kritischen Standortbestimmung heraus: Haben junge Menschen in der Bundesrepublik Deutschland das Gefühl, selber Akteure im politischen Geschehen zu sein oder doch nur Objekte, die von den Regierenden nicht ernst genommen werden? Die Antworten fielen unterschiedlich aus. Die aktuelle „Fridays for Future“-Kampagne hat offensichtlich beim Thema Klimaschutz schon einiges bewirkt.