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Gast und Gastgeber sein - Interreligiöser Dialog konkret

Der Wahlpflichtkurs Religionspädagogik der FS II beschäftigt sich in diesem Semester v.a. mit Festen und Heiligen im Jahreskreis der christlichen Religion. Aber auch die Feste der anderen monotheistischen Religionen werden thematisiert. Um einen authentischen Eindruck vom Islam und der Bedeutung der Feste zu bekommen, besuchten die Studierenden des Kurses am 30. 11. 2017 die Şehitlik-Moschee am Columbiadamm in Berlin. Dazu ein kurzer Bericht der Kursleiterin, Manuela Schwind:

Wir durften 12 Uhr das Mittagsgebet der Muslime von der Empore der Moschee beobachten und erhielten im Anschluss eine Führung von Levent Yükçü, der uns viel Wissenswertes über den Islam berichtete und uns auf einige architektonische Kuriositäten der Moschee aufmerksam machte (Was haben z.B. Straußeneier im riesigen Leuchter zu suchen?)

Im Gespräch über die Grundlagen des Islam, der Einrichtung der Moschee, der Bedeutung der Propheten und der Heiligen Schrift verwies er stets auf religiöse Parallelen sowie Schnittmengen zwischen Christentum und Islam. So wich das anfängliche Gefühl des Fremdseins einem Gefühl der Offenheit und Neugier.



Da Herr Yükçü zudem als Mitarbeiter von „Violence Prevention Network“ im Gefängnis mit radikalisierten Jugendlichen arbeitet, bekamen wir einen interessanten und tieferen Einblick in die Problematik des fundamentalistischen Islam.

Gast sein in der Moschee: – der Besuch und das spannende Gespräch mit Herrn Yükçü hinterließen einen prägenden Eindruck und zeigten wieder einmal, wie wichtig und nachhaltig der interreligiöse Dialog ist. Eine Woche später waren die Studierenden dann selbst Gastgeber.

Einen Tag nach Nikolaus luden wir die Schüler der Willkommensklasse ein, um ihnen den Hintergrund und Bräuche des Festes durch Leckereien, Texte und Lieder näherzubringen.

Natürlich versteckte der Nikolaus auch kleine Geschenke in den Schuhen der Schüler, nachdem mit der fantastischen Unterstützung des Gitarrenkurses von Frau Platzek-Heiss „Lasst uns froh und munter sein“ gesungen wurde.