Berufsbegleitende Ausbildung: Zusammenarbeit von Schule und Praxis

Für die Studierenden im Teilzeitstudium der Fachschule für Sozialpädagogik ist es wichtig, dass schulische und praktische Ausbildung aufeinander abgestimmt sind. Allerdings ist das gar nicht so einfach: Die Studierenden sind in verschiedenen Berufsbereichen beschäftigt, in einer Kita, Grundschule bzw. im Hort oder in der stationären Erziehungshilfe und bei ganz unterschiedlichen Trägern bzw. Arbeitgebern.

Für die Fachschule gibt es die geltenden Ausbildungs- und Prüfungsordnungen, die Träger der beruflichen Praxis haben ihre eigenen Schwerpunkte, Leitlinien und eigene arbeitsvertragliche Regelungen. Beide Bereiche – Schule und berufliche Praxis – zusammenzubringen und die Ausbildung miteinander zu verbinden, ist das Ziel der „Anleitertreffen“, die für jeden Ausbildungsjahrgang in unserem Schulzentrum stattfinden.

Die Verantwortlichen der Fachschule stellen zusammen mit den Studierenden den Stand der schulischen Ausbildung vor, informieren über die kommenden Schwerpunkte. Die Leitungen bzw. Anleiter*innen aus der beruflichen Praxis geben ihr „Feed-back“ über die Qualität der Ausbildung und formulieren ihre Erwartungen. Im Januar fand dieser Austausch an zwei Nachmittagen für das zweite und dritte Ausbildungsjahr statt.


Für das dritte Ausbildungsjahr wurde schon ein erstes Fazit gezogen: Die Zusammenarbeit hat sich bewährt, sollte aber noch weiter intensiviert werden, z.B. durch „Vor-Ort-Besuche“ der Lehrkräfte in den Praxisstellen, wie es im Vollzeitstudium selbstverständlich ist. Allerdings müssen hierfür weitere Voraussetzungen durch die „Politik“ geschaffen werden, denn noch gibt es dafür keine personellen Ressourcen.

Aber auch schon der persönliche Austausch bei den regelmäßigen Treffen und die sich daraus ergebenden Kontakte und Verbindungen helfen, die berufsbegleitende Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern als gemeinsame Aufgabe zu verstehen. Ein inzwischen von allen Seiten anerkanntes Instrument sind die von unserer Fachschule gestellten „Praxisorientierten Aufgaben“, die genau diese Verbindung von Schule und Praxis herstellen und aufgrund der Anregungen aus der Praxis immer weiter entwickelt werden.