„Geschichte aktuell“: Fachoberschüler im Roten Rathaus bei einer Rede des Bundesaußenministers

Bei einer Veranstaltung der Schwarzkopf-Stiftung zu Ehren Egon Bahrs, der am 18. März 95 Jahre alt geworden wäre, konnte eine Gruppe von Fachoberschülerinnen und Fachoberschülern die Aktualität von „Geschichte“ live erleben. Im Wappensaal des Roten Rathauses wurde des „Architekten“ der Ostpolitik und engen Freundes Willy Brandts gedacht, der 1963 in seiner berühmten Rede in Tutzing („Wandel durch Annäherung“) die Grundlagen der späteren deutschen Außenpolitik formulierte. Aber es war nicht nur eine „Reise in die Vergangenheit“.

Bundesaußenminister Siegmar Gabriel zeigte in seiner Rede auf, dass eine auf Verständigung gerichtete Politik heute nötiger denn je sei. Vor allem komme es darauf, in einer Zeit der „Neuvermessungen“ und „tektonischen Verschiebungen“ in der Weltpolitik wieder die Bedeutung eines gemeinsamen Europas zu erkennen: „Es gibt keine Region in der Welt, in der man so frei, so demokratisch, und so sicher leben kann, wie in Europa. Das glaube ich, ist die geänderte Erzählung, die wir auch gerade in unserem Land erzählen müssen“, sagte Gabriel mit Blick auf die jugendlichen Zuhörer. Es sei jetzt notwendig, statt auf Aufrüstung zu setzen, das europäische Friedensprojekt weiter zu entwickeln.

Die Teilnahme an Veranstaltungen der Schwarzkopf-Stiftung „Junges Europa“ gehört inzwischen zum festen Repertoire unseres Schulzentrums. Zielsetzung der Stiftung ist es, junge Menschen für die Demokratie zu begeistern und Rechtsextremismus und Antisemitismus zu bekämpfen.