Kunstaktion mit Oxfam-Klimabotschafter A. G. Saño

Für die meisten von uns war es wohl nur eine von vielen und inzwischen vergessenen Meldungen, als im Jahr 2013 über den Taifun Hayan berichtet wurde, der eine ganze Küstenregion auf den Philippinen zerstörte. Für den Aktionskünstler A. G. Saño war es ein einschneidendes Erlebnis, das er nur knapp überlebt hat. Sein Freund Agit kam mit seiner Frau und dem gemeinsamen kleinen Sohn in dem verheerenden Tropensturm ums Leben.

Vor etwa 100 Schülern und Studierenden aus allen Schulzweigen schilderte A. G. Saño im Rahmen eines zusammen mit der „Klima-Allianz Deutschland“ veranstalteten Forums in eindrucksvoller und bewegender Weise die Auswirkungen des Klimawandels. Was in Deutschland bisher nur geringfügig zu spüren ist und vielleicht gar nicht als unangenehm empfunden wird, hat in anderen Teilen der Welt katastrophale Folgen. Der weltweite Temperaturanstieg führt im pazifischen Raum zu gigantischen Taifunen mit bisher nicht gekannten Windgeschwindigkeiten von bis zu 360km/h, die eine zerstörerische Kraft entwickeln.

In der sich anschließenden Diskussion ging es um die Frage, welchen Beitrag zum Klimaschutz der Einzelne leisten kann. Schnell wurde klar, dass der „westliche“ Lebensstil mit seinem hohen Energie- und Ressourcenverbrauch einer dringenden und massiven Korrektur bedarf. Und hier kann man viel tun: vom Fleischkonsum über die individuelle Mobilität bis zur Nutzung elektronischer Geräte, die man durchaus auch länger nutzen kann.

Aber das Thema gehört auch in die Öffentlichkeit und in die Politik. Im Anschluss an die Veranstaltung in der Aula gestalteten deshalb in unseren Kunsträumen Studierende der Fachschule zusammen mit A. G. Saño ein Banner, das im Laufe des Jahres bei verschiedenen öffentlichkeitswirksamen Aktionen in Deutschland gezeigt wird, so z.B. am 20. Mai im Rahmen des Reformationsjubiläums in der Lutherstadt Wittenberg. Begleitet wurde der philippinische Künstler und Aktivist von Bastian Neuwirth (Oxfam-Deutschland) und von Benjamin Domke (Klima-Allianz Deutschland). Beide stellten ihre Organisationen vor. Zur Klima-Allianz gehören 110 Umwelt- und Hilfsorganisationen, darunter auch kirchliche wie „Brot für die Welt“ und Misereor. Die Botschaft des Banners: „Clean Energy – Bright Future“!