Spanien in Berlin: Pädagogische Arbeit in einer zweisprachigen Kita

Im Februar und Anfang März – also noch vor der landesweiten Schließung der Schulen – konnten Studierende unserer Fachschule für Sozialpädagogik sich mit den besonderen Herausforderungen in der bilingualen Erziehung beschäftigen. Hier ein etwas verspäteter Bericht:

Im Rahmen der Erzieherausbildung bereiten wir unsere Studierenden auch auf eine mögliche Tätigkeit an bilingualen Kitas und andern pädagogischen Einrichtungen vor. Hierbei geht es darum, sich auf die besonderen Anforderungen eines Einsatzes als deutschsprachiger Erzieher*in an einer mehrsprachigen Kita vorzubereiten. Als Beispiel aus der Praxis besuchten wir die spanischsprachige Mikita in Kreuzberg, und freuten uns sehr über den anschließenden Besuch der Sprachlehrerin Eulalia Pereira in unserem Schulzentrum.

Frau Perreira ist als Pädagogin im Rahmen des Bundesprogramms „Sprach-Kits: Weil Sprache der Schlüssel der Welt ist“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in der spanischsprachigen Kita Mikita tätig, mit dem Ziel alltagsintegrierte sprachliche Bildung in einem zweisprachigen Rahmen zu fördern. Besonders erfolgreich hat sich in der Kita gezeigt, dass Impulse der Kinder aufgenommen werden und durch eine Vielzahl von Techniken, etwa durch spielerische Rituale und Gesang, die sprachlichen Kompetenzen der Kinder gefördert werden. Hierbei werden auch Sprachbeobachtungen und ein Sprachlerntagebuch gemäß des Berliner Bildungsprogramms geführt.

Voraussetzung für die Tätigkeit als Erzieher*in in einer bilingualen Kita ist übrigens nicht das Beherrschen der Muttersprache der Kinder. Fachliche Kompetenzen im Bereich Sprachförderung, Freude an neuen Herausforderungen und ein großes Einfühlungsvermögen sollten aber vorhanden sein - für Erzieher*innen eigentlich Selbstverständlichkeiten.

Spanien in Berlin Spanien in Berlin